Das Leben herbeisehnen in den Stunden der Lust nach dem Tod, im Zwiespalt zwischen dem Hass auf die Liebe und dem zwingenden Abstand auf Nähe. In furchtloser Angst vor einer Empfindung, die alles Zusammenstürzen lässt und eine Brücke bauen könnte zu dem, was da noch ist, was anders ist als das Bekannte und Vertraute, was anders ist als das du. Heil dem Zölibat, Heil dem Untergang, nie mehr Verlangen, nie mehr sein. Heil dem Jetzt und der Verklärung, die alles rein werden lässt wie mein Gewissen.
Oh, mein letzter Wunsch nach dem fehlenden Zeichen im Buch der rätselhaften Worte, das dieses Chaos zu Staub werden lässt, damit das Feuer in der Brust endlich Ruhe gibt, damit nichts mehr um sich schlägt in einem finalen Akt der Gewalt, damit das Sehnen ein Ende hat, damit die Hoffnung ihre allerletzte Ruhe finden kann, damit das Herz sich in das längst gemachte Bett legen kann, die selbsterfüllende Prophezeiung, der ich – und ich ganz allein – Stein des Anstoßes war.
Einsamkeit, du wolltest mir drohen und nun bin ich es, der dir den Dolch in den Rücken rammt. Kein Lachen, kein Weinen, nur Erkenntnis eines gewissen Endes, das ich bereits kommen sah, ebenso wie du.
Was geschrieben steht, das ist unausweichlich, weil es bereits geschehen ist. Was geschrieben steht, ich fürchte es nicht, denn ich habe es bereits erlebt.
Die Hoffnung starb, liebes Kind, doch warum kennt die Antwort auf deine Frage noch immer der Wind?
Und so werfe ich meine leblose Hülle in diesen Wind und hoffe, dass ein schwacher Hauch blieb, auf dass an einem neuen Ufer findet, was ich noch nicht kannte.